Essen, trinken, reden mit Gerhard Ströck

Österreichs Erfolgsbäcker über seine Reiseleidenschaft, Schlafleichtigkeit, Brotfärbungsmär und anderen interessanten Einblicken.

Bei herrlichem Duft aus der Zuckerbäckerei, im Büro des bescheidenen, doch sehr erfolgreichen und vor allem familiären Unternehmers Gerhard Ströck

Bäckerei Ströck, Österreich, Ströck, Wien

eine Plauderei

über Brot,

dem österreichischen Mehlkontigent,

dem Zukunftsberuf Bäcker/Bäckerin und

über die amüsante Feststellung, dass gerade im Unternehmen Ströck viele Ehen zustande gekommen sind.

 

Gerhard Ströck ist seit 37 Jahren glücklich verheiratet, Vater von drei Söhnen, und Großvater von fünf Enkelkindern. Er lebt „Familie“ privat wie auch im Unternehmen. Sehr authentisch, sympathisch, zielstrebig und bodenständig sind wohl jene Attribute, die u.a. zu dem beständigen Erfolg dieser innovativen Großbäckerei führen.

Und bevor Du reinhörst, bitte denke daran, i´m not a professional, bitte verzeihe daher die unter Umständen technisch noch nicht ganz ausgereiften Gegebenheiten, und auch meine noch ungeübte Rethorik.  Learning by doing. Aber es lohnt zuzuhören, versprochen, denn Gerhard Ströck plaudert aus dem Nähkästchen…oder wohl eher aus der Backstube!

Podcast Ströck

Hier ein Beweis dafür, dass Herr Gerhard Ströck mein selbstgemachtes Naan Brot erhalten hat 😉

fit10 diary – ehrlich währt am längsten!

Nach meinem letzten Tagebucheintrag ist eine Woche vergangen. „Ich will, ich kann und ich werde“, das war mein Mantra der nächsten Tage.

Dies und Ablenkung durch eine intensive Arbeitswoche verhalfen mir zu einer bravourösen Umsetzung aller fit10 Regeln.

Und plötzlich ist er offen der sprichwörtlich bekannte „Knopf“. Man darf nicht darauf warten, dass das passiert, sondern man muss etwas dafür tun. Schritt für Schritt.

Hierfür ist der 2. Teil des Artikels meines Sohnes Joshua

sehr hilfreich „Teil 2: Wie man die Stärke des Willens trainiert!“.Gemüsetag

In meiner Praxis erlebe ich oft, wie sich bei Klient/innen dieser Knopf geöffnet hat, und der Druck verschwindet. Es ist wunderschön für mich, wenn ich spüre und auch erfahre, dass es „verstanden“ wurde. Plötzlich ist die Ernährung das was es sein soll, eine Notwendigkeit zum Leben. Essen darf und soll Genuss bleiben oder gar werden. Essen sollte jedoch nicht ein Lückenbüßer, eine Ersatzbefriedigung, ein Kompensationsmittel, oder ein Stressmittel sein oder werden. Ernährung soll nicht immer gleichgesetzt werden mit „Gewicht auf der Waage“, „Kalorienzählen“, „Kleidergröße“, „Verzicht und Verbot“.

Ja klar, wenn man abnehmen möchte, vielleicht sogar sollte, dann sind Veränderungen unausweichlich. Doch die Veränderungen müssen unbedingt verstanden werden, denn wenn man versteht, warum etwas auf diese Art und Weise umgesetzt werden soll, dann bekommt man das nicht nur einfacher hin, sondern man schafft es nachhaltig.

Und aus diesem Grund: Eine Regel bei fit10 ist die Nahrungskarenz von 4 bis 6 Stunden zwischen den Mahlzeiten. Warum das so ist, und wie man sich das am besten verbildlicht erfährst du nächste Woche.

Der erste Teil von fit10 liegt hinter uns, hinter mir. Jetzt stellen wir uns neuen  Herausforderungen.

  • Keine Kohlenhydrate am Abend,
  • dafür Süßes als Nachtisch
  • und der berühmt berüchtigte Obst-Gemüse Tag steht vor der Tür.

Ich bin ehrlich, meine Freude auf diesen OG Tag hält sich in Grenzen. Ich werde mir gute Gemüsesuppen kochen, aber der Einfachheit halber auch Tiefkühlgemüse anbraten oder kochen, und eine oder gar zwei Bananen werde ich an diesem Tag auch in meinen Speiseplan integrieren.

Ich bin frohen Mutes. …..lustig lustig tralalalalaaa….bald ist Obst-Gemüsestag da…bald ist Nikolausabend da!!!

Ich freu mich auf meinen Schokoladen-Nikolo 😉

 

 

Warum gibt es Brot überhaupt?

In vielen Ländern der Erde ist Brot ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Aber wie kamen die Menschen überhaupt auf die Idee „Brot“? Und vor allem warum?

Die Entstehung des Brotes könnte sich vielleicht tatsächlich genau so abgespielt haben. Und wenn nicht, dann ist es zumindest eine sehr nette Geschichte:Brot

Der Mensch war einst ein Jäger und Sammler. Nicht, dass er das nicht gegenwärtig auch noch ist, aber zumindest in unseren Breiten wohl eher nicht mehr aus lebenserhaltendem Antrieb. Sämtliche Pflanzen und Pflanzenteile wurden gesammelt und mussten natürlich auch vorgekostet werden. Es ist davon auszugehen, dass der eine oder andere Vorkoster seinen Mut mit dem Leben bezahlte. Diverse Beeren und Samen waren und sind bis heute ob ihrer Toxizität ungenießbar. Die stetige Suche nach Essbarem brachte eines Tages auch das Getreide in die Versorgung der Urzeitmenschen. Das Gebiss unserer Vorfahren war stark ausgeprägt, wodurch die harten Körner, wenn auch vermutlich recht beschwerlich, zerkaut bzw. zerrieben werden konnten. Mit Sicherheit war die Wirkung dieser neuen Nahrungsmittel derart effizient  (ganz bestimmt aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils 😉), dass das mühevolle Kauen gerne in Kauf genommen wurde. Der Mensch entwickelte sich weiter, und machte stets neue Entdeckungen. So kam es auch dazu, dass Steine als Reibewerkzeug erkannt wurden. Damit konnten die Zähne geschont, und das Getreidekorn zerschlagen oder gar zerrieben werden, zum ersten Mehl. Eine mühevolle Arbeit.

Ab hier nimmt nun die Fantasie ihren endgültig freien Lauf. Man stelle sich folgendes Szenario vor. Mit hohem körperlichen Aufwand wurden große Mengen an Getreide zermahlen. Plötzlich setzte Regen ein. Aufregung machte sich breit, die kräfteraubenden Mühen des Getreidemahlens schienten umsonst.

Doch es war keineswegs umsonst. Im Gegenteil, – das Regenwasser vermischte sich mit dem Mehl und siehe da, der erste Brei war entstanden, das Steinzeitmüsli. Der Vorkoster überlebte nicht nur, er war begeistert. Die darauffolgende Weiterentwicklung des Brotes hat sich in meiner kindlichen Fantasie wie folgt zugetragen: Ein kleiner Jäger, oder eine kleine Sammlerin, verschmähte sein/ ihr Steinzeitmüsli, und versteckte es einfach hinter einem Felsen.

Die Folge dieser kindlichen Hinterlist veränderte die Ernährungswelt nachhaltig: Die Sonne trocknete den Brei und es entstand eine Flade – das erste Brot. Das Kind wurde (wie schon gesagt in meiner Fantasie) zum Helden, denn von da an konnten die Menschen Brot auf Vorrat zubereiten. Es ist davon auszugehen, dass das Getreide in dieser Form besser schmeckte, und bekömmlicher war, sonst hätte es wohl keine weitere Entwicklung und letztenendes Kultivierung dieses Nahrungsmittels gegeben.

Im Laufe der Evolution hat sich von den Grundzutaten Getreide und Wasser nichts verändert, doch die Kombinationen an Zutaten wurden und werden stets vielfältiger und kreativer.

Im 21. Jahrhundert durchlief das Brot schon mehrere Phasen der Missbilligung. Seinem hohen Kohlenhydratanteil gab und gibt man Mitschuld am Übergewichtsproblem. Wobei Kohlenhydrate mitnichten schuld daran haben können. Es ist wohl eher dem Ernährungsverhalten bzw. der Ernährungseinstellung Vieler geschuldet. Auch die Darmgesundheit leidet angeblich unter der Last der Gluten im Brot. Seit einiger Zeit ist Hefe verpönt und Sauerteigbrot im Vormarsch. Die Geschichte des Brotes tritt scheinbar wieder den Weg zurück zur Steinzeit an. Brot ist und bleibt ein „bewegtes“ Grundnahrungsmittel, dass trotz zeitweiliger Hürden und Kritik seit tausenden, gar Millionen von Jahren besteht, und definitiv seine Berechtigung in unserer aller Ernährung hat.

Mehr zu den ernährungsphysiologischen Gegebenheiten werden in einem folgenden Artikel nachzulesen sein.

 

Hörenswert hierzu ist in jedem Fall mein Podcast Christina´s „Essen, trinken, reden mit Gerhard Ströck“.

Teil2: Wie man die Stärke des Willens trainiert!

Autor dieses Artikels: Joshua Lachkovics,19

Körperhaltung und Selbstbeobachtung

Bei einem Experiment zum Willenstraining fanden Wissenschaftler heraus, welche Übungen sich positiv auf die Willensstärke auswirken. Um feststellen zu können, ob sich durch verschiedene Tätigkeiten die Willenskraft auch tatsächlich verbessert, wurden alle Versuchspersonen vor und nach dem Experiment einem Test unterzogen, der die Stärke ihres Willens maß. Dabei mussten sie zuerst eine Aufgabe bewältigen, für die es Selbstbeherrschung benötigt. Dafür eignet sich am besten das Drücken eines Handmuskeltrainers, denn es benötigt nicht nur Muskelkraft, sondern auch Willensstärke, um ihn so lange wie möglich zu drücken. Danach bekamen die Versuchspersonen eine Übung zur Selbsterschöpfung, wie zum Beispiel das Lösen eines unmöglichen Problems. Anschließend, als sie mit ihrer Kraft am Ende waren, mussten sie erneut den Handmuskeltrainer drücken. So konnten die Wissenschaftler messen, wie viel Willensstärke die Testpersonen besaßen. (vgl. ebd.: S. 162)Willensstärke

Nachdem das Maß an Willenskraft gemessen wurde, bekamen die Versuchspersonen unterschiedliche Aufgaben. Die erste Gruppe musste für zwei Wochen lang auf ihre Körperhaltung achten und sich immer ordentlichen hinsetzen, wenn sie daran dachten. Die zweite Gruppe wurde dazu aufgefordert, ihre Ernährung zu beobachten und dies schriftlich festzuhalten, jedoch ohne dabei etwas an ihrer üblichen Nahrung zu ändern. Die Kontrollgruppe musste keine Übungen machen. (vgl. ebd.: S.163)

Nachdem zwei Wochen vorbei waren, kehrten die Versuchspersonen zurück und mussten wieder eine Messung zu ihrer Willensstärke machen. Dabei stellte sich heraus, dass diejenigen, die auf ihre Körperhaltung achten sollten, das beste Ergebnis erzielten. Aber auch die Gruppe, die ihre Ernährung beobachten sollte, verbesserte sich. Die Kontrollgruppe zeigte keine Verbesserung. (vgl. ebd.: S.164)

Doch bei dem Experiment stellte sich auch heraus, dass eigentlich nicht die Kraft des Willens, sondern vielmehr dessen Ausdauer trainiert wurde. Das bedeutet, dass man über einen längeren Zeitraum mehr Willenskraft zur Verfügung hat, die Stärke des Willens ist allerdings nicht mehr geworden.

Dieses Experiment zeigt also, dass das Erreichen von kleinen Zielen im Alltag, wie eine ordentliche Körperhaltung oder das Protokollieren der Mahlzeiten, eine positive Auswirkung auf die Willenskraft hat.

Gewohnheiten

Ein anderes Ziel, das sich ebenfalls positiv auf die Willenskraft auswirkt, ist das Erlernen von Gewohnheiten. Dies erfolgt durch kleine Schritte, die man immer dann anwenden muss, wenn ein bestimmtes Verhalten eintritt, das man zur Gewohnheit machen möchte. Um dies zu erreichen wird zu Beginn der Wille zur Umstellung benötigt, doch sobald ein bestimmtes Verhalten zur Gewohnheit gemacht wurde, wird keine Willenskraft mehr benötigt, um es auszuführen, da es zu einem automatisch ablaufenden Prozess wird. (vgl. ebd.: S.194)

Es gibt verschiedene Strategien, wie man sich ein bestimmtes Verhalten angewöhnen kann, doch am besten funktioniert dies mit sogenannten „Wenn-dann-Plänen“. Das sind Plänen, bei denen man sich im Vorhinein überlegt, wie man in einer bestimmten Situation reagiert. Dazu sollte man zuerst die sogenannten „Hotspots“ fündig machen. Das sind die Situationen, in denen ein Verhalten auftritt, dass man entweder vermeiden oder automatisieren möchte. Ein gutes Beispiel dafür wäre das Essen vor dem Fernseher. Wenn man erkennt, dass das Fernsehen einen dazu verleitet automatisch etwas zu essen, dann sollte man sich dieses Verhalten abgewöhnen und sich stattdessen angewöhnen, ohne eine Packung Chips oder Ähnliches zu fernsehen. Hierbei kann man nun eine „Wenn-dann-Plan“ anwenden, der besagt, dass wenn man heute fernsieht, man dann kein Essen dabei zu sich nimmt. (vgl. Mischel 2016: S.321ff.)

Wird dieser Prozess jeden Tag wiederholt, benötigt es zu Beginn zwar Willenskraft, um der Versuchung vor dem Fernseher zu essen zu widerstehen, aber nach einiger Zeit wird es zu einer Gewohnheit und benötigt somit keine Willenskraft mehr. Außerdem wird dadurch die Ausdauer des Willens gestärkt, da, wie oben schon erwähnt, jeden Tag ein kleines Ziel erreicht wird. (vgl. Baumeister/Tierney 2014: S. 192)

Strategien für schwierige Zeiten

Das Schwierige an einem Abnehmprozess ist die konsequente Verfolgung des Zieles. Trotz Willenskraft kann es Momente oder Tage geben, an denen man zu erschöpft ist, um sich an seine Pläne zu halten. Gerade beim Abnehmen geht es darum, ein falsches Essverhalten langfristig zu ändern und nicht nur für ein paar Wochen umzustellen. Man muss seine Disziplin also über Jahre hinweg aufrechterhalten und dabei kann es Tage geben, an denen diese weniger vorhanden ist. (vgl. ebd.: S.174) An solchen Tagen kann das Anwenden von verschiedenen Strategien eine große Stütze für die Willenskraft und somit auch für die Selbstdisziplin sein.

Das Belohnungssystem

Belohnungen können dabei helfen, ein Ziel langfristiger und sorgfältiger zu verfolgen, da sie eine zusätzliche Motivation darstellen. Wird Willenskraft ausschließlich dafür benutzt, um etwas zu vermeiden, wird sie zu einer langweiligen Kraft, die mit wenig Motivation verbunden ist. Doch wenn man für das Erreichen von kleineren Zielen eine kleine Belohnung, die man sich im Vorhinein überlegt hat, bekommt, wird das Widerstehen einer Versuchung sogar einfacher. (vgl. ebd.: S.318) Das liegt daran, dass das Belohnungssystem Dopamin ausschüttet, das auch als das Glückshormon bekannt ist, denn durch dessen Ausschüttung fühlen sich Menschen gut, motiviert und glücklich. (vgl. Reddy/Zachenhofer 2016: S. 107) So können beispielsweise ein Wellnesswochenende für das Erreichen eines großen Zieles oder ein neues Kleidungsstück als Belohnung für einen kleineren Erfolg als Dopaminquelle dienen.

Selbstverpflichtung

In umgekehrter Weise zum Belohnungssystem belohnt einen die Strategie der Selbstverpflichtung nicht, sondern bestraft einen stattdessen für nicht erreichte Ziele. Dies kann entweder durch selbst abgemachte Strafen geschehen, wie beispielsweise das Spenden einer hohen Summe an eine Wohltätigkeitsorganisation, oder man überlässt die Bestrafung einem Programm namens „Covenant Eyes“. Diese App lässt Personen, die sich ein Ziel gesetzt haben, eine Liste an Personen in ihren Kontakten zusammenstellen, an die dann, wenn das Ziel nicht erreicht wurde, eine vorgefertigte E-Mail geschickt wird, die zumeist sehr unangenehm ist. Daher wird im Zuge eines Abnehmprozesses auch von der sogenannten „Bloßstellungsdiät“ gesprochen. (vgl. Baumeister/Tierney 2014: S.188) Fernsehformate wie „The Biggest Loser“ setzen auf derartige Strategien.

Ein Experiment zeigte, dass aber vor allem die finanziellen Strafen für mehr Willensstärke beim Erreichen eines Vorhabens helfen. Außerdem steigt die Erfolgsquote mit zunehmender Geldsumme, die dabei verloren geht. Somit hat man mehr Chancen sein Ziel auch tatsächlich zu erreichen, wenn man 100 Euro aufs Spiel setzt als wie, wenn man nur 10 Euro als Strafe vorsieht. (vgl. ebd.: S.189)

Ein klares Ziel

Die meisten Menschen nehmen sich zu Beginn des neuen Jahres so einiges vor, doch am Ende wird meistens nichts davon erreicht. Dies liegt jedoch nicht an der fehlenden Motivation, sondern daran, dass es zu viele Ziele sind, die man erreichen möchte. Anstatt die Pläne also umzusetzen, wird zu viel Energie dafür verbraucht, um darüber nachzudenken mit welchem Vorsatz man beginnt und am Ende bleibt man erschöpft ohne jeglichen Fortschritt zurück. Daher sollte man sich ein klares Ziel überlegen, für das man seine Willenskraft nutzen will, denn dann verliert man es nicht so schnell aus den Augen und hat mehr Kraft für dessen Umsetzung. (vgl. ebd.: S.83)

fit10 diary – ich will und ich kann und ich werde…..

10 Tage sind vorbei. Fazit: Es könnte besser sein. Naja was soll ich sagen. Die Hürden stellten sich gerade in den ersten Tagen sehr prominent in meinen Weg. Und um ehrlich zu sein, ich war ein wenig schwach, ein wenig sehr schwach, um diese mit Bravour zu überwinden. Vielmehr war es ein „Untendurchschwindeln . Lockdown 2.0 als Ausrede? Ganz sicher nicht. Es gibt keine Ausrede für meine Undiszipliniertheit. Denn ich hatte keinen Stress, nur den selbst gemachten. Ich war einfach nur willensschwach und erlaubte mir doch mehr Nachtisch, als es dem ersten Teil entspräche. Willensschwach, ein wichtiges Schlagwort. Willensstärke ist etwas sehr Wesentliches bei Veränderungen deswegen gibt es dazu einen eigenen Artikel in diesem Newsletter „Wie man die Stärke des Willens trainiert!“

Meine lieben fit10- Mitstreiter/innen, ich weiß ganz genau was ich Euch abverlange mit dem fit10 Plan. Es ist auch keineswegs das erste Mal, dass ich selbst fit10 umsetze, daher weiß ich es ganz genau. Und ich weiß auch, dass es rein gar nichts mit Hunger zu tun hat, wenn man „schwach“ wird. Es ist die Gewohnheit, die Lust, das Verlangen nach einem Empfinden. Und was hilft uns das jetzt weiter? Wie können wir die gewohnten jedoch ungünstig wirkenden Handlungen unterlassen? Wie, verdammt noch einmal, kann man die Finger von der Schokolade, den Keksen, den Kuchen, oder gar der Extraportion Brot lassen. Fragt Ihr Euch das jetzt gerade? Und wollt Ihr eine Lösung bzw. gar eine Erlösung? Die Antwort ist so banal wie schwierig, und könnte womöglich das eine oder andere leidende Gemüt erhitzen: „Lass die Finger davon. Ab sofort greifst du nicht mehr in die Naschlade.“

SChokolade

Und ja so mache ich das jetzt. Ich lasse ganz einfach die Finger davon. WORTWÖRTLICH! Ich nehme mir nicht zu viel vor. Ich nehme mir daher nicht vor, bis zum Ende der 1. Phase durchzuhalten. Nein!! Lieber nur Tag für Tag. Nein, noch besser, Mahlzeit für Mahlzeit.

Für mich sind die Pausen zwischen den Mahlzeiten überhaupt kein Problem. Auch die Portionsgrößen sind komplett ideal und angenehm. Es ist wirklich einzig und allein die zartschmelzende Schokolade, die mich seit Kindheit bis heute verführt. Vielleicht darf ich hier meinen Eltern einen liebevoll gemeinten Vorwurf machen, ob ihrer Erziehungsmethodik. Zwar war ich ein sehr braves und wohl erzogenes kleines Mädchen, wie man sich das ganz bestimmt vorstellen kann, allerdings erlaubte ich mir hin und wieder die eine oder andere altersgerechte Untat, um es höflich zu formulieren. Ein daraus resultierendes (immer wiederkehrendes) Naschverbot, vor ca. 35 Jahren, wo zu dieser Zeit das gesamte Süßigkeiten-Portfolio eines Supermarktes auf nur einem einzigen lächerlichen Regal Platz fand, war schwer zu verkraften. Wenn gleich man der Meinung sein könnte, dass dadurch ein Verbot  ja einfacher zu ertragen gewesen sein müsste. Mitnichten, denn Knappheit schürt Gier. Meine Erinnerungen daran sind so klar, wie wenn es erst gestern gewesen wäre, als ein damaliges, sage und schreibe 14-tägiges Naschverbot auslief, und ich das (damals) goldglänzende Papier von der herrlich duftenden Schokolade abwickelte. Von diesem Tage an, bezeichnete ich Schokolade als  mein „Stück Glück“.  Es war um mich geschehen. Jede Süßigkeiten- Restriktion löste später bis heute eine Trotzhaltung aus.

Nun bin ich erwachsen, Mutter von vier Söhnen und ich bin auch eine Ernährungswissenschafterin. Mein Beruf hilft mir einerseits Verständnis für mich zu haben, und auch die Dynamik dahinter zu verstehen, doch das schützt nicht vor Fehlverhalten. Was ich damit vermitteln will ist, dass es nur möglich ist, Dinge zu verändern, wenn man sie verändert. Auch wenn das jetzt vielleicht seltsam klingt, so ist es nichts anderes. Ich muss mich nicht von meinem Stück Glück verabschieden, es hat Platz in meiner Ernährung, in meinem Leben. Doch jetzt möchte ich eine Pause einlegen, weil es hilfreich ist, weil es notwendig ist und weil ich es kann. Wenn man etwas will, dann kann man es auch. Und auf gar keinen Fall starte ich die Phase 1 von vorne. Ich bleibe dabei, ich mache weiter. Nur anders, denn jetzt lasse ich für heute einmal die Finger von der Schokolade, und morgen sehe ich weiter.

Ein Neustart würde Druck erzeugen, es nun endlich schaffen zu müssen. Hingegen ermutigt und motiviert ein Weitermachen und führt eher zu einer Veränderung.

Ich freue mich, dran zu bleiben. Ich freue mich auf die Momente, die knifflig werden, weil das Stück Glück nach mir ruft, denn da kann ich das Dagegenhalten üben! Es gibt Möglichkeiten der Ablenkung, jeder findet seine, aber ganz klar gibt es keinen Ersatz.

Ich will und ich kann und ich werde auch.

Ich will und ich kann und ich werde auch.

Ich will und ich kann und ich werde auch………

Teil1: Wie man die Stärke des Willens trainiert!

Autor dieses Artikels: Joshua Lachkovics, 19

Entscheidend ist, wie man denkt

Nicht bei jeder Aufgabe, die Willenskraft benötigt, um sie zu bewältigen, wird der Wille geschwächt. Es kommt darauf an, welche Einstellungen und Ziele man hat. (vgl. Mischel 2016: S. 277)

„Wenn Menschen glauben, anspruchsvolle Aufgaben würden sie beleben und nicht auslaugen, schneiden sie bei einer späteren Aufgabe besser ab.“ SChokogier

 

Man kann also mit der richtigen Motivation Ziele und Aufgaben bewältigen, ohne dabei seinen Willen zu schwächen. Stark übergewichtige Menschen haben oft das große Ziel sehr viel Gewicht zu verlieren. Aber wenn sie sich nur auf das Endgewicht fokussieren, wird ihnen mit der Zeit die Willenskraft verloren gehen, da es unter Umständen zu lange dauern wird, das Zielgewicht zu erreichen und sie deswegen anfangen den Glauben an sich selbst zu verlieren. Sie glauben, dass sie es nie schaffen werden ihr Wunschgewicht zu erreichen. Doch in Wahrheit haben sie zu hohe Ansprüche an sich selbst gestellt, die unmöglich in kurzer Zeit erreichbar sind. Wenn sie aber stattdessen dieses große Ziel in kleinere, realistischere Teilziele unterteilen, die auch in kürzerer Zeit erreichbar sind, dann wird ihre Willenskraft durch das Erreichen dieser Ziele gestärkt und sie haben mehr Motivation und Kraft, um das nächste ihrer Ziele zu erreichen, da sie mit einer völlig anderen Denkweise an diese Ziele herangehen werden. Es wird beispielsweise nicht ständig an das Endgewicht gedacht, das viel zu weit entfernt ist, um eine richtige Motivation darzustellen, sondern daran, wie sie die nächste Herausforderung umsetzen werden. Solche Teilziele können geringe Gewichtsabnahmen innerhalb einer bestimmten Zeit, aber auch konstante Veränderungen im Essverhalten sein, wie zum Beispiel Süßigkeiten nur als Nachtisch zu essen und nicht zwischendurch.

Willenskraft aufladen

Oft müssen allerdings Probleme bewältigen werden, für die es nicht die richtige Motivation gibt. So wird der Wille geschwächt und nachfolgende Aufgaben werden immer schwieriger zu lösen. Doch wie bekommt man seine Willenskraft wieder zurück?

Unterzuckerung sorgt für einen Schwächung der Willensstärke. Führt man seinem Körper aber ausreichend Glukose zu und das auch noch von nahrhaften Lebensmitteln und nicht durch Süßigkeiten, so kann dadurch die Willenskraft wieder aufgeladen werden. Weswegen die Ausgewogenheit der Mahlzeiten von so großer Bedeutung ist.

Zucker ist aber nicht die einzige Möglichkeit, seine Selbstbeherrschung wieder zu bekommen. Oft ist man mit vielen Dingen aus der Arbeit zu lange beschäftigt, muss zu viel nachdenken und Entscheidungen treffen. Da ist es logisch, dass man irgendwann nicht mehr kann. Was dagegen hilft, ist zum Beispiel ein einfacher Spaziergang, bei dem man abschalten kann und nicht ständig über die Arbeit oder Ähnliches nachdenken muss. Dies verhindert nicht nur eine weitere Schwächung der Willensstärke, sondern trägt auch dazu bei, dass sie sich wieder regeneriert, da sie gerade nicht benötigt wird und durch Ruhe wieder gestärkt werden kann. (vgl. Brunmüller 2015 [online])

Der letzte Weg, um wieder die volle Kraft des Willens zurückzubekommen, besteht darin, ausreichend zu schlafen. Schlafmangel führt nämlich zu einer Beeinträchtigung der Glukoseverwertung, was sich negativ auf die Willenskraft auswirkt. Durch ausreichend Schlaf kann sich der Körper und vor allem das Gehirn richtig entspannen, um am nächsten Tag wieder fit für den Alltag zu sein. (vgl. Baumeister/Tierney 2014: S.79)

Möglichkeiten die Willensstärke zu trainieren

Willensstärke wird immer wieder mit einem Muskel verglichen, der einerseits durch Anstrengung geschwächt, aber andererseits auch trainiert werden kann. (vgl. Baumeister/Tierney 2014: S.159) Die Stärkung der Willenskraft wirkt sich nicht nur in dem Bereich, in dem sie gestärkt wurde, positiv aus, sondern auch in allen anderen Bereichen, in denen sie benötigt wird.

Durch kleine Ziele die Willensstärke trainieren

Kleine Veränderungen bei routinemäßigen Tätigkeiten können dabei helfen, die Ausdauer der Willensstärke zu trainieren. Es können einfache Übungen, wie das Benutzen der linken Hand als Rechtshänder, oder das Vermeiden von Schimpfwörtern im Alltag, dazu beitragen die Willensstärke zu verbessern. (vgl. ebd.: S.165) Der Grund dafür ist, dass es dabei um das Erreichen von kleinen Zielen geht, denn wenn die linke an Stelle der rechten Hand verwendet wird benötigt dies Selbstdisziplin. Je öfter solche kleinen Ziele umgesetzt werden, desto leichter wird es mit der Zeit, größere Ziele zu erreichen. (vgl. ebd.: S.160)

„Es geht nicht darum, eine bestimmte Fähigkeit zu trainieren. Es geht darum, alles ein bisschen schwieriger zu machen als normal, und alles zu erreichen. Das gibt mir eine zusätzliche Reserve, mit der ich immer über das Ziel hinausgehen kann. Das ist für mich Disziplin. Wiederholung und Übung.“

Fortsetzung folgt!

Christina´s Moussou á la Glück

Der Nachtisch der besonderen und bezaubernden Art.Schokom

Heimlich zubereiten und servieren.

Es wird für Staunen sorgen.

 

Zutaten:

  • 1 Packung Seidentofu (400g)
  • 1 Pack. Vanillezucker
  • 1 EL Rum
  • 200g Schokolade

Zubereitung:

  1. Den Tofu im Mixer sehr gut pürieren.
  2. Die Schokolade in einem Topf schmelzen, mit den restlichen Zutaten zum Tofu geben und nochmal gut mixen.
  3. Die Mousse in eine Schüssel (oder für Gäste in Gläser/Dessertschüsseln) füllen und in den Kühlschrank stellen, bis es angezogen hat (ca. 2 Stunden).

Essen, trinken, reden mit Günther Lainer

Günther Lainer

Fotocredit Volker Weihbold

Von gelebter Tradition, Selbstironie, unangebrachten Blicken und ungefragten Ratschlägen.

Ein entspanntes Gespräch über den Dächern Wiens mit läutenden Kirchenglocken.

 

 

Günther Lainer, einem Schauspieler, Kabarettisten, Autor, Ex-Religionslehrer und Familienmenschen mit seiner ruhigen und unaufgeregten Art zuzuhören, ist nicht nur unterhaltsam, informativ und beruhigend, sondern vorallem sehr sehr lebensnahe.

Und bevor Du reinhörst, bitte denke daran, i´m not a professional, bitte verzeihe daher die unter Umständen technisch noch nicht ganz ausgereiften Gegebenheiten, und auch meine noch ungeübte Rethorik.  Learning by doing. Aber es lohnt zuzuhören, versprochen, denn Günther Lainer ist die fleischgewordene Sympathie.

 

Podcast Günther

 

Gewinnspiel von „Essen, trinken, reden mit Nadja Maleh“

Wenn Du den Podcast mit Nadja Maleh gehört hast, so kannst Du ganz einfach die von ihr selbst

gestellte Frage beantworten und ein von ihr handsigniertes Buch gewinnen.

Buch

Höre hier Nadja´s Frage:

 

Höre hier gern nocheinmal den Podcast:

Podcast Nadja

 

Die richtige Antwort bitte einfach auf office@fit10.at mailen, und der Absender der ersten Mail mit

der richtigen Lösung bekommt das Buch per Post zugeschickt. Buch Nadja

 

Essen, trinken, reden mit Nadja Maleh

 

Nadja Maleh

nadjamaleh.com

Wenn Liebe durch den Magen und die Fleischeslust verloren geht, Männer einen einkochen… oder doch umgekehrt?

Neben essen, trinken, reden, wird auch fleißig gelacht.

In einer gemütlichen Atmosphäre mit einer interessanten Künstlerin bei einem geschmackvollen Gericht ein lustiges und auch sehr informatives Gespräch führen, das macht großen Spaß.

Und bevor Du reinhörst, bitte denke daran, i´m not a professional, bitte verzeihe daher die unter Umständen technisch noch nicht ganz ausgereiften Gegebenheiten, und auch meine noch ungeübte Rethorik.  Learning by doing. Aber es lohnt zuzuhören, versprochen, denn Nadja Maleh ist nicht nur lustig sondern sehr reflektiert.

Rezept vom Podcast siehe unter https://fit10.at/html/rotes-linsendal/